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Kompetenznetzwerk Wohnen

 

Kooperationsprojekt „Kompetenznetzwerk Wohnen - Neue Formen der mobilen Beratung"

Warum ein Projekt „Kompetenznetzwerk Wohnen - Neue Formen der mobilen Beratung"?

Die Unterstützung im Alter durch Angehörige und staatliche Mittel wird in naher Zukunft weniger verlässlich sein als bisher. Die heutige 50plus-Generation ist damit mehr als frühere Generationen gefordert, sich mit der Frage „Wie möchte ich im Alter leben?" zu beschäftigen. So sind bereits viele Wohnformen entstanden, die sich durch soziales Miteinander und durch Selbstbestimmung auszeichnen - die also dazu beitragen, solange wie möglich ein ganz normales Leben zu führen.
Viele Menschen sind bereit, sich zu engagieren und ihre Kenntnisse und Erfahrungen bei der Verwirklichung neuer Wohnformen einzubringen. Das Thema „Neues Wohnen im Alter" ist daher in besonderer Weise geeignet, das bürgerschaftliche Engagement älterer Menschen zu fördern.
Die Umsetzung alternativer Wohnformen wird jedoch durch fehlende Informations- und Beratungsangebote und mangelnde Vernetzung von Akteuren in Projekten, Kommunen und Wohnungsunternehmen oft erschwert. Diese und andere Gründe führen dazu, dass es zwar ein allgemein großes Interesse an neuen Wohnformen gibt, aber die Zahl realisierter Projekte noch vergleichsweise gering ist.

Was wurde mit dem Projekt erreicht?

Das Projekt Kompetenznetzwerk Wohnen - Neue Formen der mobilen Beratung" richtete sich an Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Wohnungsunternehmen, die an gemeinschaftlichen und anderen selbstbestimmten Wohnformen im Alter interessiert sind. Es bot dazu praxisorientierte Informationen und in ausgewählten Erprobungsregionen ein mobiles Beratungsangebot an. Durch Einbindung der Älteren, um die es geht, wurde zugleich der wachsenden Bedeutung des zivilgesellschaftlichen Engagements Rechnung getragen.
Über die am Projekt beteiligten Seniorenbüros wurden die Akteure und Institutionen im Bereich Wohnen im Alter miteinander vernetzt.  Die Umsetzung des Projekts in Erprobungsregionen diente nicht zuletzt dazu, genaueren Aufschluss über die konkreten Wohnwünsche älterer Menschen zu erhalten.

Wie wurde das Projekt umgesetzt?

Das Projekt wurde von einem Verbund von vier Kooperationspartnern getragen: der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V., dem Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V. - Bundesvereinigung, der empirica AG und der Volkssolidarität Neubrandenburg/Neustrelitz e.V.  Umgesetzt wurde das Projekt durch:
 
1.    Einrichtung einer internetbasierten Informationsbörse
Unter www.kompetenznetzwerk-wohnen.de finden Wohninteressierte, Kommunen und Verbände umfangreiches, praxisorientiertes Informationsmaterial zum Thema Neues Wohnen im Alter, mit dem Schwerpunkt gemeinschaftliche Wohnformen.
Mit der Dreiteilung des Wissenspools will das Portal die sehr unterschiedliche Ausgangslage der Nutzer berücksichtigen:
⌂    erste Orientierung und Übersicht für Einsteiger,
⌂    Vertiefungsbereiche zu verschiedenen Fachthemen für fortgeschrittene Projektinitiativen und berufliche Profis und
⌂    Servicebereiche für weitergehende Informationen und zur Kontaktaufnahme (ausführliche Angaben zu Fachberatern und Anlaufstellen im Rahmen des Modellprogramms, Hinweise zu Literatur und Veröffentlichungen, Links zu Ansprechpartnern, Beratungsstellen und Institutionen rund um das Thema der neuen gemeinschaftlichen Wohnformen im Alter).
Im Projektverlauf sollten ferner neue Erkenntnisse oder besondere Entwicklungen zu neuen Wohnformen aufgespürt und im Internetportal dokumentiert werden (Innovationspiloten).
 
2.    Schrittweiser Aufbau eines mobilen Beratungsangebotes
Um eine direkte Ansprache der Zielgruppen zu schaffen, wurden in auszuwählenden Erprobungsregionen mobile Beratungsteams aufgebaut und geschult. Diese unterstützten Wohninteressierte, Initiativen von Wohnprojekten und Vertreter von Kommunen und Wohnungswirtschaft in der Projektlaufzeit von drei Jahren (bis September 2010) bei der Umsetzung neuer Wohnformen. Menschen, die zum Beispiel eine Wohngemeinschaft gründen möchten, Kommunen, die die Entstehung neuer Wohnformen im Alter forcieren wollen oder Wohnungsunternehmen, die beim Thema Wohnen im Alter neue Wege gehen wollen, konnten diese mobilen Beratungsteams anfordern.
Die beteiligten Seniorenbüros in den Erprobungsregionen und die Volkssolidarität für die Region Neubrandenburg/Neustrelitz waren Anlaufstellen für Anfragen zur Erstberatung von Bürgerinnen und Bürgern, Kommunen und Wohnungsunternehmen. Sie organisierten und koordinierten zudem die Auswahl und den Einsatz der mobilen Beratungsteams.
Die Experten der Projektpartner Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V. und empirica bildeten das Kompetenzteam, das im Projekt das inhaltliche Fachwissen liefert. Die Mitglieder des Kompetenzteams waren einerseits für die Inhalte der Wissensgebiete des Internetportals verantwortlich. Andererseits waren sie für die fachlichen Beiträge in den Schulungsprogrammen zuständig, die die mobilen Beratungsteams auf ihren Beratungseinsatz in den ausgewählten Regionen vorbereiten und wirkten je nach Bedarf in den mobilen Beratungsteams mit.
Nach Abschluss des Modellprogramms im September 2010 hat der Verein Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V.  die Weiterführung und Pflege des Kompetenznetzwerks übernehmen.
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BaS empirica FGW Volkssolidarität Brandenburg