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4.1.5. Die Rolle von Kommune und Wohnungswirtschaft

Eine weiter zunehmende Aufteilung und Ausgrenzung von Menschen mit besonderem Hilfebedarf z.B. in Heime kostet eine Gesellschaft viel Geld und ist aus menschlichen Gründen nicht wünschenswert. Sind die Menschen erst einmal aus funktionierenden lokalen sozialen Strukturen heraus gefallen, was sie in der Regel nicht wollen, sind sie vor allem angewiesen auf Dienstleistungen entsprechender Organisationen. Eine Kommune kann das teuer zu stehen kommen.
Selbstverständlich werden Heime weiterhin gebraucht: Für Menschen, bei denen eine medizinische, soziale oder pflegerische Indikation vorliegt! Und für Betroffene, für die es keine Versorgungslösung vor Ort gibt. Und für Menschen, die sich aus freiem Entschluss in ein Heim begeben wollen und dieses selbst bezahlen.
 
Die Wohnungswirtschaft muss zusehen, wie sie Leerstand durch Wegzug vermeidet, indem sie ihren zunehmend Älteren und pflegebedürftigen Bewohnern ein bedarfsgerechtes Angebot macht. Die Förderung von aktiver Nachbarschaft und Angebote für Beratung und Betreuung sowie die Anpassung und der Umbau der baulichen Substanz an die Bedürfnisse vor allem Älterer und körperlich beeinträchtigter Bewohner lohnt sich bei den Unternehmen, die in den letzten Jahren bereits vorausschauend gehandelt haben. Das Wohnen in Verbindung mit Gemeinschaft, das integrierendes Wohnen in den Quartieren, in den Dörfern und Siedlungen ist also sowohl individuell menschlich als auch ökonomisch und sozial sinnvoll.

4.1.6. Ein entscheidendes Merkmal: Verbindlichkeit

Woran kann ich gemeinschaftliche Wohnformen unterscheiden von üblichen Angeboten? Manche werden sagen: Nachbarschaft habe ich doch auch in üblichen Mietshäusern oder sogar in Wohnsiedlungen: In der Regel hilft man sich eben, wenn es notwendig ist. Und auch in den Angeboten professioneller Anbieter zum Betreuten Wohnen, zum Wohnen mit Service wird überall die Gemeinschaftlichkeit herausgestellt. Woran macht sich also der Unterschied fest? Die drei wichtigsten Merkmale hatten wir bereits herausgestellt:
  • Bewusster Aufbau sozialer Netzwerke
  • Verbindung von Wohnen und bürgerschaftlichem Engagement
  • Anspruch an Selbstbestimmtheit und Selbstorganisation
Gemeinschaft hat mit Selbstbestimmung und Mitbestimmung zu tun, es ist gewissermaßen ein Zwillingspaar. Wenn die Gemeinschaft über die unverbindliche Nachbarschaft üblicher Wohnanlagen hinauskommen will, dann brauchen die Beteiligten die Möglichkeiten, beispielsweise in Kap. 4.1.4 genannten „Neuen sozialen Ressourcen" aufzubauen und dauerhaft entwickeln und anbieten zu können.
 
Gemeinschaften brauchen Schutz
Der Aufbau solcher Netzwerke und konkreten Angebote benötigt enormes persönliches Engagement und möglicherweise erhebliches Kapital. Die interessierten Bewohner und Mitwirkenden werden dies einbringen, wenn sie langfristige verbindliche Perspektiven haben. Sonst ist der Aufwand nicht gerechtfertigt. Aus individuellem Engagement muss ein sozialer Mehrwert für die Beteiligten entstehen, sonst wird sich niemand einsetzen. Die finanziellen wirtschaftliche organisatorischen und rechtlichen Strukturen müssen langfristig ausgelegt sein, dass betrifft sowohl die Sicherheit der Wohnraumversorgung für den Einzelnen als auch die langfristige Sicherung verschiedener Ressourcen, die ein solches gemeinschaftliches Wohnprojekt im Alter ermöglichen

  • Die rechtliche Sicherung der Projektziele: Verbindlichkeit hat sehr konkret mit der langfristigen Sicherung von Rechten zu tun. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten, Projektziele rechtlich zu sichern, z.B. durch die Wahl der Rechtsform oder durch Verträge. Informieren Sie sich im Kap. 14 „Rechtsformen" und dem Kap. 15 „Recht und Verträge".
  • Langfristige Sicherheit für die Versorgung mit bezahlbarem und qualitätvollem Wohnraum: Wir haben bereits gesehen, welchen hohen Stellenwert die gewachsenen sozialen Beziehungen ganz besonders im Alter haben. Daher hat die Sicherung des Wohnstandortes gerade im Alter höchste Priorität. Das gilt besonders auch für die 50+Generation, die sich jetzt nach einem neuen Standort für das Wohnen im Alter umsieht. In diesem Alter können noch gut neue Beziehungen aufgebaut werden, die notwendige soziale aber auch finanzielle Flexibilität ist meist noch vorhaben. Eine Wohnung, aus der ich morgen ausziehen muss, weil sie aus Eigenbedarf gekündigt wird, oder aus unternehmerischem Kalkül zum Renditeobjekt, ist für mich als Bewohner schädlich. Gesetzlicher Kündigungsschutz ist sehr wichtig, aber keine menschliche Perspektive. Es wird daher in Zukunft immer wichtiger werden, sich mit den langfristigen Zielen des Vermieters auseinanderzusetzen. Die Alternative ist die Sicherung durch persönliches Eigentum oder durch gemeinschaftliches Eigentum wie in den Wohnungsgenossenschaften.
  • Langfristige Sicherung einer Gemeinschaft mit sozialen Zielen: Eines der wichtigsten Rechte in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt ist das Recht auf die Gestaltung der Gemeinschaft und des gemeinschaftlichen Zusammenlebens. Das hat vor allem mit der Auswahl der Beteiligten zu tun: Bei Neubauprojekten bestimmen die Erstbewohner auf viele Jahre hinaus die Verhältnisse in dem jeweiligen Gebäude bzw. der Wohnanlage. Es kommt auf den Impuls an: Ziehen alle zusammen und Lernen sich erst dann kennen? Oder kommen die Bewohner bereits aus einem gemeinschaftlichen Impuls heraus zusammen. Wer wählt die Beteiligte aus? Die Gemeinschaft der späteren Bewohner selbst ausgehend von einer Kerngruppe? Oder der Sachbearbeiter eines Vermieters? Nach welchen Kriterien? Wie soll dann Gemeinschaft entstehen? In bestehenden Wohnanlagen gibt es Fluktuation. Bewohner kommen und gehen, aus den vielfältigsten Gründen. Ein Gemeinschaftsprojekt, das heißt die in der Gemeinschaft Verbleibenden, haben ein hohes Interesse daran, ihre Projektziele auf Dauer zu sichern. Das schließt Weiterentwicklungen und Anpassungen durchaus ein. Die Gemeinschaft ist daher darauf angewiesen, dass möglichst Menschen einziehen, die die Ziele aktiv unterstützen und es gegenseitige Sympathien gibt. In üblichen Eigentumswohnanlagen oder Mietverhältnissen spielen diese Fragen keine Rolle, gute Nachbarschaft ist eher das Produkt von Zufällen statt bewusster Steuerung.
 
 
Praxistipp Gemeinschaft - im Miet- oder Eigentumsprojekt?
 
  • Die Wohnanlage eines Vermieters, der sich als Moderator und Mediator von Nachbarschaften versteht, der entsprechende räumliche, finanzielle und organisatorische Ressourcen bereit stellt, kann besser sein, wie eine Wohnungseigentumsanlage, wo alle Beteiligten vor allem für seine eigene Wohnung Verantwortung umsetzt, aber eben keine für die Gemeinschaft. Das führt häufig dazu, das sich nur wenige oder niemand für ein gutes Miteinander einsetzt: Beim Vermieter ist die Frage, ob die Beteiligten lediglich verwaltet werden und ansonsten wenig eigenen Gestaltungsraum haben, folglich passiert auch nichts? Oder haben sie eigene Verantwortung für das tägliche Miteinander, sind sie einbezogen? Sind sie Teilhaber des sozialen Gemeinwesens, das jede Wohnanlage letztlich darstellt?
  • Bei einem Gemeinschaftseigentum stellt sich die Frage nach der Qualität der Gemeinschaft ebenso: Gesellschafterversammlungen mit endlosen unfruchtbaren Diskussionen befördern die Sache des gemeinschaftlichen Wohnens nur, wenn die sozialen Kompetenzen an solchen Vorgängen entwickelt werden. Immerhin besteht die Chance, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Vielleicht geht es statt Sozialromantik gerade darum?
 
Neben der Bereitstellung des Wohnraums und der Gestaltung der Gemeinschaft braucht ein gemeinschaftliches Wohnprojekt für das Wohnen im Alter weitere wichtige Ressourcen (s. auch Kap. 4.1.4 Neue soziale Ressourcen"). Diese müssen dauerhaft aufgebaut und angeboten werden.
  • Barrierearmut oder noch besser: Barrierefreiheit oder Rollstuhlgerechtigkeit: Das bedingt meistens die Anpassung oder sogar den kompletten Umbau der Wohnungen zumindest aber in den Sanitärbereichen und den Einbau von Aufzügen in den Wohngebäuden. Diese Anpassung oder dieser Umbau ist die Grundlage eines möglichst langen selbstständigen Lebens, der möglichen nachbarschaftlichen und fachlichen Hilfe und Pflege in der eigenen Wohnung.  Erst durch diese Perspektive wird aus einem Wohnprojekt eine langfristige Alternative für das Wohnen im Alter.
  • Gemeinschaftsräume: Eine Gemeinschaft braucht Räume, um sich zu verwalten und zu organisieren, und vor allem für ihre gemeinschaftlichen Aktivitäten. Je vielfältiger und flexibler das Angebot an Räumen ist, umso vielfältiger die Möglichkeiten: Für kulturelle oder gesundheitsfördernde Veranstaltungen und Aktivitäten, für Geselligkeit und soziale Aktivitäten, für Informations- und Fortbildungsveranstaltungen und vieles mehr. Die jeweilige Haus- oder Nachbarschaftsgemeinschaft sollte in eigener Regie über diese Räume verfügen können.
  • Nachbarschaftshilfe und soziale Netzwerke: Solche Einrichtungen brauchen konkrete räumliche, organisatorische und personelle Ressourcen. Sind solche Netzwerke Einrichtungen gemeinschaftlicher Wohnformen, ist eine Einflussnahme der Bewohner und Bewohnerinnen, der beteiligten Bürger und Bürgerinnen auf diese monopolartige Einrichtung zwingend. Die besten Netzwerke funktionieren in eigener Regie, in Wohnungsgenossenschaften oder gemeinnützigen Vereinen ist dieses in der Regel gewährleistet. Ansonsten ist hier eine besondere Aufmerksamkeit gefragt. Selbstverständlich können und sollen die Netzwerkorganisationen die Angebote gewerblicher Dienstleister einbinden, ein rein kommerzielles Angebot ist aber keine Alternative, insbesondere nicht, um die ehrenamtlichen Aktivitäten der Bürger zu koordinieren.
 
Diese Ausführungen sind ein Plädoyer für ihre eigenen Aktivitäten, wenn Sie sich für ein gemeinschaftliches Wohnen interessieren: Erkundigen Sie sich, verschaffen sie sich einen genauen Eindruck: Es ist ein Unterschied ob die Mitglieder der Gemeinschaft selbst über ihre Gemeinschaft sprechen, oder ob sie einem „Verkäufer" gegenübersitzen. Und es ist ein Unterschied, ob die Gemeinschaft verbriefte, also vertraglich zugesicherte Rechte hat, wie weit diese in der Organisation des jeweiligen Projektes verankert sind und welche eigene Ressourcen der Gemeinschaft der Bewohner zur Verfügung stehen.
 
Mit der nachfolgenden Checkliste wollen wir Ihnen eine Orientierung ermöglichen. Sie sollten Projekte mit schönen Werbe"Fassaden", undurchsichtigen Angeboten, unsichere Zukunftsperspektiven, wenig Mitbestimmungs- oder mindestens Mitgestaltungsmöglichkeiten, und wenig Einfluss auf die Gemeinschaftsbildung von seriösen Angeboten unterscheiden können. unsere Empfehlung: Erkundigen Sie sich genau, und machen sich entscheidungsfähig: was wollen Sie? Und was wird Ihnen angeboten bzw. wie können Sie sich einbringen?

 
Check Formen und Qualitäten von Gemeinschaftlichkeit
 
  • Um welche Rechtsform handelt es sich? Wie sind die Eigentums- und  Rechtsverhältnis? Welche Möglichkeiten der Selbstorganisation und Gemeinschaftsbildung bestehen?
  • Welche mittel- und langfristigen Ziele hat der Eigentümer? Wie sicher ist die Fortsetzung einer bewohnerfreundlichen Geschäftspolitik, welche Potentiale für negative Veränderungen sind möglich?
  • Wer ist ihr Ansprechpartner für das Projekt: Ein oder mehrere Mitglieder der Gemeinschaftsgruppe, ein von der Gemeinschaft bestimmter Vertreter oder Vertreterin? Ein gewerblicher Anbieter oder dessen Vertreter oder Vertreterin?
  • Haben Sie Gelegenheit, die Mitglieder der Gemeinschaft selbstständig und direkt anzusprechen?
  • Welche Werte und Ziele hat die Gemeinschaft?
  • Wie wirken sich diese im Alltag konkret aus? Was hat sich die Gemeinschaft konkret vorgenommen? Und was ist Realität? Z.B. Kulturveranstaltungen, Selbstverwaltung, soziale Organisation von Nachbarschaftshilfe, Initiativen wie „Alt und Jung zusammenbringen"?
  • Welche Ressourcen z.B. an Räumen, an Finanzmitteln haben diese zur Verfügung?
  • Welche Rechte haben sie? Welche Pflichten? Z. B. Selbstverwaltung, Hausordnung, Bestimmung bzw. Mitwirkung bei der Auswahl von Nachfolgern (Mieter, Eigentümer)?
  • Wer trägt das Mietausfallrisiko in der Phase der Findung eines Neubewohners?
  • Wie sind die Rechte der Gemeinschaft vertraglich gesichert? In welchen Organen sind die eigentlichen Nutzer vertreten? Wer hat das „letzte Wort"?
 
 

4.1.7. Die Rolle der Gemeinschaft selbst - Zwischen Individualität und Gemeinschaft

Davor haben die meisten großen Respekt: Wie wird Individuum und Gemeinschaft ausbalanciert? Gibt es endlose Streitereien oder gute Gemeinschaft? Ist es nicht besser, wenn jemand sich kümmert, wenn  „von Oben" jemand durchgreift? Wie soll verbindliche Nachbarschaft entstehen wenn nicht durch Zwang? Wie wird die konkrete Hilfe für eine oder einen Bedürftigen gesichert, wenn alle Beteiligten den Anspruch haben, dass gemeinschaftliche Aktivitäten und individuelle menschliche Zuwendung freiwillig bleiben müssen. Die Beteiligten müssen die Wohnungstür hinter sich zumachen können und haben ein recht auf Ungestörtheit und Berücksichtigung ihrer Privatsphäre. Solche Überlegungen zeigen, wie schwer es ist, sich aus Abhängigkeiten und Traditionen wirklich zu lösen.
  • Die Praxis des gemeinschaftlichen Zusammenlebens: Sie kennen das wahrscheinlich aus ihrem eigenen Erfahrung: Es kommt weniger darauf an, was vereinbart wurde, sondern wie die Beteiligten miteinander umgehen. Und das hängt mehr davon ab, welche Menschen zusammenkommen, welche Sympathie und Antipathie füreinander sie haben, und wie sie mit den möglichen Konflikten umgehen und diese bewältigen.
Vielleicht geht es gerade darum, dieses Gleichgewicht neu zu finden? Wir brauchen eben neue Formen von Gemeinschaft jenseits der traditionellen Verbände. Die Frage nach neuen sozialen Gemeinschaften ist nicht eine Frage von Selbstverständlichkeiten, von Nettigkeiten und von sozialer Romantik, sondern konkreter und bewusster Gestaltung.
 
Es wird um eine Balance gehen, es gibt nicht einfach ein Gut oder Schlecht, sondern es geht um ein dynamisches Gleichgewicht und die Formen, in denen wir unsere Selbstständigkeit und Freiheit ausbalancieren mit den Notwendigkeiten einer sozialen Gemeinschaft.
Es gibt mittlerweile eine Fülle unterschiedlichster Angebote zur Gemeinschaftsbildung und zur Selbstorganisation. Bauen Sie ihre eigenen sozialen Kompetenzen und die der Gruppe systematisch auf. Informieren Sie sich u. a. in Kap. 7 Gruppenbildung und Kap. 8 Konfliktmanagement über die Gestaltungsmöglichkeiten.
Es kommt eben drauf an, was die konkreten Beteiligten daraus machen. Immerhin kommen Sie genau deswegen in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt zusammen.

4.1.8. Differenzierung der gemeinschaftlichen Wohnprojekte

Angesichts der großen Fülle unterschiedlichster Formen und der sich stark unterscheidenden Wohn- und Lebensmöglichkeiten innerhalb der Projekte ist es wichtig für Ihre Entscheidung, diese zu kennen und unterscheiden zu können. Die häufigste Differenzierung erfolgt nach folgenden Kategorien:
  • Nach räumlicher Organisation: Vom Wohnen-Bleiben-in-der-eigenen-Wohnung und Anschluss an nachbarschaftliche Netzwerke über Wohn- oder Hausgemeinschaften bis zu Quartiers- oder Dorfprojekten
  • Nach Eigentums- und Mitbestimmungsverhältnissen: Unterschiedliche Trägerformen von Mietprojekten über Projekte mit individuellem Eigentum bis hin zu Formen im Gemeinschaftseigentum oder Mischformen
  • Nach Bewohnern: Z.B. Mehrgenerationen- oder reine Seniorenprojekte, reine Frauen oder geschlechtergemischte Projekte, Singles und oder Paare und Familien, Migranten, Integriertes Wohnen, d.h. mit einer Vielfalt unterschiedlicher Bewohner usw.
  • Nach der Organisation von Hilfe und Pflege: Kann ich im Hilfe- und Pflegefall Wohnen-Bleiben? Handelt es sich um ein Angebot nur in speziellen Wohnungen oder Häusern oder wird auch in den „normalen" Wohnungen Hilfe und Pflege angeboten? Wie weit geht dieser Anspruch und wie ist das Projekt darauf vorbereitet? Gibt es Verträge mit einem ambulanten Pflegedienst? Gibt es Bindungen oder kann ich frei entscheiden, gegebenenfalls im Rahmen einer Gruppe? Wie sind die übrigen Bewohner eingebunden?
 
Darüber hinaus gibt es verschiedene weitere Möglichkeiten, Projekte zu differenzieren:
  • Nach Gemeinschaftsanspruch: Dieser reicht von guten zwischenmenschlichen Kontakten über nachbarschaftliche Hilfestellungen bis zu intensiver Unterstützung bei Hilfs- und Pflegebedarf, vom gemeinsamen sozialpolitischem oder finanziellem Engagement bis zu Projekten, die Wohnen und Arbeiten, Freizeit und Kultur miteinander verbinden oder bestimmte Schwerpunkte bilden.
  • Nach Preiskategorien: Kapitalbeteiligung von 0 bis 100% der Kosten, monatliche Belastungen wie Mieten oder für Finanzierungen in unterschiedlichsten Größenordnungen
  • Nach primären Leitbildern und besonderen Zielen: Ökologische, soziale, ökonomische, kulturelle Zielsetzungen
  • Nach Größe: Von der Einzelwohnung mit Anschluss an soziale Netzwerke mit Hunderten von Mitgliedern über  Wohngemeinschaften mit z.B. 3 Bewohnern bis zu Dorf- oder Quartiersprojekten mit weit  über 100 Einwohnern
  • Nach Lage: Z.B. in Großstädten Kernlage bis hin zu Kleinsiedlungen im ländlichen Raum oder Alleinlagen wie Bauernhofprojekten
 
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